Heute fand die grosse Wanderung statt. Frohen Mutes mit der Hoffnung nur etwa 2 Stunden wandern zu müssen machten wir uns am Morgen um 0830 nach dem Zmorgen auf den Weg nach Gersau. Dort bekamen wir alle eine Maske verteilt, mit welcher wir uns auf der bevorstehenden Schifffahrt nach Beckenried schützten. In Beckenried angekommen machten wir Witze darüber, dass wir wohl bis zum Rüttli laufen werden. Im Nachhinein ist das gar nicht mehr so lustig (Verweis auf unsere Fussschmerzen). Um die Zeit während dem Wandern tot zu schlagen diskutierten wir jegliche lustigen Themen. Zum Beispiel fragten wir uns ob Elefanten Knie oder Ellbogen in den Vorderbeinen haben und ob demnach Flamigos mit Knien oder Ellbogen ausgestattet sind. Dieses Thema konnte aber aufgrund seines Umfangs nicht abschliessend besprochen werden. Was für eine Tragödie.

Eine erste Pause gab es beim Schwiebogen (Kiesabbauplatz). Wir verpflegten uns mit Nektarinen und «Guätzli». Ja, da konnten wir noch lachen… NOCH! Von da an ging es eine geschlagene Stunde eine steile Treppe im Wald hinauf. Während wir den Berg hinaufschlichen, sprintete unsere Laune in den Keller. Zitat von L.H. «Es isch nid wahnsinnig lässig gsi». Aber der mühselige Aufstieg hatte sich gelohnt. Die Aussicht war fan-tas-tisch! Man sah noch so klein den Schwimmbagger, welcher bei Schwiebogen schwimmt und es fühlte sich gut an, dass dieser so weit unter einem liegt. Just in diesem Moment begann es zu schiffen. Na toll! Na GrOsSaRtIg! NA WUNDERBAR!!! Doch wir waren ja zum Glück alle von unseren Mamis mit Regenschutz ausgestattet worden ;) Da trafen wir auf ein Auto, welches zum Verweilen einlud. Per Zufall hatte es einen Kanister Wasser und einen Kanister Eistee an Bord und wurde von unserem Küchen-Team gefahren. Wir entschieden uns eine Mittagspause einzulegen. Zitat von R.B. «Das Zmittag war besser als gut :)».

Nach einer Stärkung ging es im Gänsemarsch weiter in Richtung Rüttli. Langsam dämmerte uns, welche qualvolle Wanderung uns noch bevorstand. HILFIO! Aber kein Marsch ist zu weit für eine Wasserfahrerin oder einen Wasserfahrer. Also wurde auch das gemeistert.

Jetzt lag nur noch die letzte Etappe vor uns. Doch wir konnten dieser Etappe mit Freuden entgegenblicken, denn es war wohl mit Abstand die gemütlichste. Die Schifffahrt vom Rütli bis nach Gersau. Es hiess wieder zum Schutz von uns und von anderen: «Masken montieren!». In Gersau angekommen wurde wir gleich von kleinen «Büssli» abgeholt und zum Lagerhaus gebracht. Somit blieb uns der letzte Fussmarsch von 3.5 Kilometern erspart.

Jetzt stand nur noch Baden, Duschen, Essen und Knotenlehre auf dem Programm. Zum Essen gab es Geschnetzelten mit Kartoffelstock. Wieder einmal mehr war das Essen ausgezeichnet. Jetzt lassen wir den Abend noch bei etwas Musik und einer gemütlichen Runde ausklingen. Schon bald geht es für uns ins Bett, denn wir spüren alle die 17 Kilometer Fussmarsch in den Beinen.

Autoren: Alessio Bläsi, Marieta Schmid, Dominik Heckendorn